Motorenöl als wichtiger Kostenfaktor
Der Mini-TDI würde sonst ständig mit hohem Ladedruck fahren und
nicht weniger verbrauchen als eine hubraumstärkere Maschine. Der
800-Kubik-Diesel des Smart (40 PS 100 Nm) verbraucht nicht weniger,
sondern eher mehr als der 1.2 TDI von VW (61 PS 140 Nm).
Dann müssen bei kleineren Hubräumen auch die Zylinderzahlen reduziert
werden, um ein ernsthaftes Einsparpotenzial zu realisieren.
Dreizylinder werden inzwischen deutlich häufiger verbaut als noch vor
wenigen Jahren, allerdings unterscheiden sich diese in der Bauform
kaum von einem Vierzylinder. Hingegen müsste ein Zweizylinder als
Boxer oder zumindest V2 gebaut werden, um halbwegs so etwas wie
Laufkultur bieten zu können. Bei einem Einzylinder wäre es wieder
wurscht, wobei dieser allerdings mit Turboaufladung ein Problem
hätte, da nur alle zwei Umdrehungen ein kurzer und kräftiger
Abgasstoß auf die Turbine drückt. Zusätzlich das Maschinenöl, was ein weiterer Kostenfaktor ist.
Aber dies sagt ja schon die Motorenöl Bezeichnung . Brauchbarer Ladedruck lässt sich
damit nur im oberen Drehzahlbereich realisieren.
Wohl aus diesem Grund ist der 474-cm^3-Diesel aus dem
VW-Einliter-Auto ein Saugdiesel mit 10 PS.
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